Mittwoch, 9. August 2017

Rezension "DC SuperHero Girls" Staffel 1 und 2

Ich mag eher die harten und düsteren Superheldencomics. Humor darf (solange er makaber genug ist), muß aber nicht sein. Horror oder extrem harte Action, Helden, die zulangen, kompromißlos und gnadenlos.
"Batman: Knightfall", "Batman: Gothic" "Superman: Todesstachel", "Genosse Superman" das sind die Comics, wie ich sie liebe.
Black Adam, der seine Gegner bei lebendigem Leib zerreißt, ein Superman, der mit Hitzeblick direkt in die Augen des Eredicators strahlt, Batman, der jede Form von Gewalt benutzt, solange sie nicht unbedingt tödlich ist, so will ich meine Helden sehen.

Als ich das kinderfreundliche Magazin "DC SuperHero Girls" mit DVD im Zeitungsladen sah, hatte ich irgendwie ein merkwürdiges Gefühl im Magen. Und trotzdem konnte ich nicht anders, als es zu kaufen.
Und wie erwartet, es war schrecklich. Klar versuchen die Verlage DC und Marvel im Rahmen des neuen Superheldenbooms (wir erinnern uns, Ende der 90er war des Genre so am Boden, daß es fast nach einem Ende der Comicserien aussah), so ziemlich jede Zielgruppe zu erreichen. Diese Serie soll wohl hauptsächlich kleine Mädchen ansprechen.

Wonder Woman kommt an die von Amanda Waller geleitet "SuperHero High School" ("SHHS") und versucht, sich dort im Schulalltag zurecht zu finden. Trotz der Hilfe ihrer Zimmergenossin Harley Quinn und ihrer Freundinnen Batgirl, Poison Ivy, Katana und Supergirl hat sie es nicht leicht, zumal Cheetah ihr einen Streich nach dem anderen spielt.

Für das Zielpublikum mag die Serie ja ganz lustig und niedlich sein, aber ganz ehrlich: Wonder Woman, eine gnadenlose Kriegerin; Poison Ivy (die Poison Ivy, die ihre Möchtegern-Liebhaber in Säure auflöst, um Pflanzendünger aus ihnen zu gewinnen), Harley Quinn (eine psychopathische Killerin) als Kinderhelden?
Irgendwie schon verstörend.

Lustig sind dafür die kleinen Gastauftritte der Helden und Schurken und teilweise auch der weniger bekannten Figuren des DC-Multiversums.

Wer es wirklich riskieren will, HIER findet man die komplette Serie.

Sonntag, 28. Mai 2017

Rezension: "Snuff Haus" von Edward Lee

Bücher, die zu hart für die breite Masse sind verspricht die Reihe "Festa extrem".
"Das Schwein" von Edward Lee ist der beispielhafte Titel, mit dem die Buchreihe, die ohne ISBN erscheint und nur über den Verlag bestellbar ist, beworben wird.
Mit "Snuff Haus" schließt Lee lose daran an, doch lässt sich der Roman auch völlig selbständig lesen.

30 Jahre nach den Ereignissen, die im "Schwein" beschrieben werden, soll ein junger Journalist für ein mittelmäßiges Revolverblatt einen Artikel über das Snuffhaus schreiben, doch es scheint, als ob die Geister der Opfer und Täter immer noch in den alten Mauern gefangen wären und die Geschehnisse scheinen sich zu wiederholen.

Leider wird dieses Buch den vorab versprochenen Ansprüchen in keinster Weise gerecht. "Snuff Haus" ist ein typischer Spukhausroman, der gegen Ende mit ein paar drastischen Ekelszenen zu schockieren versucht. Dabei fehlt Edward Lee jedoch einerseits die Eloquenz eines Clive Barker oder eines Joe R. Lansdale, die auch extreme Grausamkeiten sprachlich elegant zu beschreiben wissen, andererseits aber auch die brutal-direkte Weise eines Marc Gore, der die Unmenschlichkeiten auf seine Leser einprügelt.
Der Roman Lees mag geeignet sein, die Ekelgrenzen des Einen oder Anderen auszutesten, doch die Fäkal- und Tötungswiderlichkeiten dieses Buches finden sich zu oft auf ähnliche Weise beschrieben in diversen Internetforen, um wirklich noch jemanden überraschen oder schockieren zu können.

Sonntag, 7. Mai 2017

Mail an Volker Beck

Da heute wieder einmal ein Artikel öffentlich geteilt wurde, der sehr hitzige Diskussionen auslöste, nahm ich das als Anlass, mal wieder eine Mail zu versenden. Zwar erwarte ich nicht, darauf eine Antwort zu bekommen und bin mir nicht mal sicher, ob sie gelesen wird, aber das ist nun einmal ein Mittel, das uns zur Verfügung steht und auch genutzt werden sollte. Das bringt zumindest mehr, als sich seinem Hass in der Kommentarfunktion der sozialen Medien Luft zu verschaffen. Hier mal die Nachricht zum Mitlesen:


Geehrter Herr Beck

Dieser ist laut Angaben bereits von 2015, wurde aber erst heute wieder in den sozialen Medien geteilt und löste ziemlichen Unmut aus. Deswegen möchte ich auch nach über einem Jahr noch einmal auf die darin getätigten Aussagen eingehen.

Erstens:
Das Tragen von Kopftüchern entspricht dem Persönlichkeitsrecht, über das jeder selbst bestimmen sollte. Solange also niemand gegen seinen Willen gezwungen wird, kann dagegen nichts einzuwenden sein. Falsch ist jedoch, dies in einem religiösem Zusammenhang zu sehen bzw. da die Anerkennung des Respekts gegenüber der „Vorstellungen von Minderheitsreligionen“ zu fordern, da es keine Religion gibt, die dies verlangt. Es handelt sich lediglich um eine Tradition, die von fundamentalistischen Predigern als Religion propagiert wird. Ein Standpunkt, der auch im muslimischen Teil der Welt sehr kritisch gesehen und nicht uneingeschränkt geteilt wird.

Zum zweiten und sehr viel schwerwiegenderem Punkt, dem geforderten Anerkennen des Schächtens von Tieren, ist folgendes zu sagen:Die Gesetze und vor allem der Tierschutz stehen über dem Recht auf freie Ausübung der Religion. Gerade in einem Land, das sehr streng auf die Trennung von Staat und Religion (welcher Religion auch immer) achtet, sollte das Vorrang haben.
Es gibt auch jüdische und muslimische Tierschützer, die das Schächten ablehnen, hier also Akzeptanz zu fordern zeugt von politischem, gesellschaftlichem und moralischem Unverständnis.
Gerade als Mitglied einer Partei, für die es zu ihrer Gründungszeit als selbstauferlegte Aufgabe galt, sich für den Umwelt- und Tierschutz einzusetzen sind solche Forderungen untragbar.

Mit solchen Forderungen fördern Sie auf unverantwortliche Weise den Rassismus in diesem Land und haben gewalttätige Übergriffe auf Flüchtlinge und Migranten mit zu verantworten.

Hochachtungsvoll...

Wer sich selbst an die Quelle wenden will, statt nur zu toben, die Mailadresse lautet: 

volker.beck@bundestag.de 

Dienstag, 4. April 2017

Rezension: "Drachenauge"

Nach der "Zauberprüfung" wählte ich eine Sammlung von Kurzgeschichten um die Drachenlanze. In dem Glauben, es wäre ebenfalls relativ unabhängig von den Romanen.
Ein Irrtum.
Zwar lassen sich die Geschichten eigenständig lesen, doch einige erfodern doch gewisse Vorkenntnisse über die Ereignisse aus der Buchserie.

Trotz vieler märchenhafter Fantasyelemente vermögen einige Geschichten, den Schrecken eines apokalyptischen Vernichtungskrieges herauf zu beschwören. Gerade in einer Zeit, in der überall auf der Welt die Waffen klirren und die Diplomatie im Ton rauher wird, sollte man wirklich so etwas lesen und ernsthaft darüber reflektieren.

Doch auch für Humor ist Platz in der Anthologie.
Wie zum Beispiel verhört man jemanden, der zu dumm ist, die Frage zu verstehen? Wie zwingt man einen Dieb, ein held zu werden?

Fans der Comic- bzw Fernsehserie "Heavy Metal" kommen in das Vergnügen eines Crossovers, als ein grünes Juwel auf Krynn landet und den Gnomen in die Hände fällt.

In einer Parallelweltgeschichte erleben wir ein Krynn, auf dem ein wahnsinniger Gott die alten Götter unterdrückt und sich allein anbeten lässt (kommt mir irgendwie bekannt vor)

15 Geschichten, die einen abwechselnd zum Lachen und Weinen bringen, vereint dieses Buch.

Wer die Bücher um die Drachenlanze liebt oder wer einfach nur gute Fantasy möchte, also keine langen Zyklen lesen will, sollte bei diesem Buch unbedingt zuschlagen.
Wer aber die Reihe noch lesen will, sollte dieses kleine literarische Juwel auf der Warteliste nach hinten schieben, um sich nicht zu viel vorab verraten zu lassen.

Samstag, 1. April 2017

Comicrezension "Auf den Spuren H.P. Lovecrafts" Band 2

"Im Knusperhäuschen"
"Die perfekte Musik"

Wie schon im ersten Teil beinhaltet auch dieses Heft wieder zwei schwarz-weiß-Comics aus dem grausamen Kosmos Cthulhus.

In "Die perfekte Musik" begibt sich eine Journalistin auf die Suche nach einem geheimnisvollem Musiker. Dabei wird sie von riesigen Schnecken gejagt. Und es wartet noch viel Schrecklicheres....

In der zweiten Geschichte zieht eine Familie in ein Holzhaus, das abgelegen im Wald steht. Die Kinder nennen es nur das "Knusperhäuschen", weil es auf sie wie ein Hexenhaus wirkt. Und tatsächlich scheint im Keller etwas Unheimliches vorzugehen...

Wieder sind es die Bilder, die bereits Angst und Beklemmung auslösen, bevor überhaupt etwas geschehen ist. Genau so sollte ein Cthulhu-Comic sein und man kann nur hoffen, daß die Reihe weitergehen wird.
Die Episoden beruhen diesmal auf Geschichten aus der Anthologie "Die Klabauterkatze" ebenfalls im Verlag Torsten Low erschienen.

Hier geht es zur Rezension des ersten Teils

Freitag, 31. März 2017

Comicrezension "Auf den Spuren H.P. Lovecrafts"

"Die Schokolade des Herrn Bost"
"Der Fluch des Zulu"

Hier handelt es sich nicht um ein Comicheft, bei dem die Bilder einfach auf die Seiten gedruckt wurden. Vielmehr treten sie aus dem schattenhaftem Hintergrund heraus und bleiben oft genug selbst nur schemenartig und angedeutet. So erzeugt jede der Tuschezeichnungen für sich schon die düster-beklemmende Stimmung, die eine cthulhuide Geschichte ausmachen.

In der ersten Geschichte versucht ein Reporter, hinter das Geheimnis eines Schokoladenherstellers zu kommen und erkennt dabei, daß das Grauen sehr oft in den einfachsten und alltäglichsten Dingen steckt.

Die zweite Geschichte erinnert an die klassischen Erzählungen, als Horror noch "Gothic Novel" hieß.
Ein junger Mann erfährt, daß sein Großvater ein Mörder war. Doch was, wenn das Opfer selbst sogar noch böser war? Und wie stellt er sich nun dem Fluch des Fetisch-Stabes?

Bei den Episoden aus dem Heft handelt es sich um die Comicumsetzung zweier Kurzgeschichten aus der Anthologie "Metamorphosen" aus dem gleichen Verlag.

 Erschienen im Verlag Torsten Low

Hier geht es zur Rezension des zweiten Teils

Montag, 27. März 2017

Mein Rückblick auf die Buchmesse

Das wird jetzt kein objektiver Bericht, sondern eher ein persönlicher Ein- und Rückblick. Wer also journalistische Qualität erwartet. wird wohl enttäuscht werden.

Am Mittwoch kamen wir schon in Leipzig an. Zwar war erst ab Donnerstag offizieller Messebeginn, aber so hatten wir Zeit, in aller Ruhe das Quartier zu beziehen und alles vorzubereiten. Außerdem las am Abend schon Markus Heitz in der Bahnhofsbuchhandlung aus seinem aktuellen Titel "Des Teufels Gebetsbuch". Passend zum Thema fand dann auch noch ein Kartenspiel statt, bei dem die Teilnehmer unter den Besuchern ausgelost wurden. Wir hatten leider kein Glück. Dennoch war natürlich auch die Lesung an sich den kleinen Beitrag mehr als wert.
Ich hatte seit Montag einen stechenden Schmerz im Auge. Ungefähr vergleichbar mit Zahnschmerzen, nur eben im Auge. Das bedeutete für mich, daß ich seit Mittwoch nachmittag mit einer Augenklappe unterwegs war, um es wenigstens vor Licht und kalter Luft zu schützen. Das hieß aber auch, während der kompletten Messe mit eingeschränkter Sicht unterwegs zu sein.
Offen gesagt bin ich ganz froh, daß ich keine eigenen Veranstaltungen zur Buchmesse hatte. Das gab mir die Freiheit, selbst einfach nur Besucher zu sein, Lesungen zuzuhören, mich nach Autogrammen und Signaturen anzustellen und einfach durch die Hallen zu bummeln. Natürlich begann der Donnerstag damit, die Messestände von lieben Freunden aufzusuchen und dann gezielt ein paar Stände zu suchen, die man noch unbedingt besuchen wollte.
Mike Deodato zeichnete in der Comichalle und natürlich nutzte ich die Gelegenheit, mir eine Original-Zeichnung von Wonder Woman zu holen. Dafür mußte ich nur fast drei Stunden anstehen, aber es hat sich gelohnt.
Abends ging es dann zur Fantasylesung in Schille-Theater, wo Kai Meyer, Markus Heitz, Alana Falk und die Preisträger des diesjährigen Seraph lasen.
Mein Begleiter hatte sich das SM-Steampunk-Buch  "Steam Master" aus dem Lysandra-Verlag zugelegt. Durch den "Fantastischen Reiseführer", der mich die komplette Messe über nie im Stich ließ, war ich bereits auf dieses Buch aufmerksam geworden. Nach seiner Empfehlung und den ersten Eindrücken, konnte ich nicht mehr anders, als mir das Buch zu holen. Ich glaube, die Verlegerin hatte wohl einen ziemlichen heftigen Eindruck von uns bekommen, zumal ich das Buch am nächsten Tag noch zwei mal kaufte. Einmal für meine Tochter, einmal für meine Domina. Das fand sie dann wohl doch etwas verwirrend :)
Abends ging es dann wieder zur Fantasylesung ins Schille. Und wie am Vorabend war es absolut hörens- und sehenswert.
Das gleiche galt für Samstag. Während der Messe bekam ich von den Lesungen nicht so viel mit. Vielmehr war ich beschäftigt, mich nach Mitbringseln für de Daheimgebliebenen umzusehen und hoffe ienfach mal, daß sie im nächsten Jahr wieder mit dabei sein können. Dafür war dann abends die Fantasylesung in der Bahnhofsbuchhandlung.
Der Sonntag war dann gewohnheitsmäßig etwas melancholisch. Verabschieden bis zum nächsten Jahr. Schnell noch die Kollegen treffen, die man noch nicht gesehen hat. Den abschließenden Gang durch die Comichalle nutzte ich dann noch, um mir trotz Augenklappe noch ein Portrait der Künstlerin Sarah Borowik zeichnen zu lassen. Wir brachen dann sogar noch vor Messeschluß auf, allerdings nur, um noch die Lesung von Christian von Aster zu besuchen, die dann wirklich noch darüber hinweg tröstete, daß nun alles vorbei war.
Vier tage sind da wohl auch das perfekte Maß. Man ist zwar traurig, daß es nun vorbei ist, doch ginge es länger, wäre man wohl zu geschafft, um das noch genießen zu können, wäre genervt und würde keinen Spaß mehr daran haben. So aber freut man sich wieder auf das nächste Mal und ich werde auf jeden Fall wieder dabei sein.

Mittwoch, 25. Januar 2017

Rezension: "Tango der Lust" von Lilly Grünberg

Hat der Roman "Lustvolle Ergebung" nicht ganz meinen Nerv getroffen, so gelang das Lilly Grünberg mit ihrer Geschichtensammlung "Tango der Lust" umso mehr. Hier ging es direkt und unverblümt zur Sache, da wurde gequält, gestraft, geliebt und gefickt.

In erster Linie richtet sich das Buch an die Anhänger männlicher Dominanz. Lediglich in der Geschichte "Tango d´Amour", die wohl auch titelgebend war, wird die weibliche Dominanz thematisiert.

Ich habe das Gefühl, das Buch ist in erster Linie für Leser, die mit dem Thema SM (sorry, mit dem neueren Schlagwort "BDSM" konnte ich mich nie anfreunden) bisher weniger tatsächliche Berührung hatten und eher fantasiert haben. Hier finden ihre kleinen Kopfteufel neue, sinnliche und anregende Nahrung.

Doch auch für praktizierende SMer ist dieses Buch nicht weniger interessant. Man kann sich entspannt zurück lehnen und die Geschichten wie kleine Filme vor sich ablaufen lassen. Kein schwerer und harter Stoff, sondern kleine, großteils auch romantische Fantasien, die Lust machen.

Freitag, 13. Januar 2017

Der Umgang mit der Afd in einer Demokratie

Immer wieder liest man, daß Mitgliedern der AfD der Zugang zu Restaurants oder Veranstaltungen verboten wird oder sie Nachteile in ihrem Berufsleben bekommen, teilweise bis zur Kündigung. Der letzte Fall, der mir aktuell durch die Presse bekannt wurde, ist eine Frau, die wegen ihrer Mitgliedschaft von einem Trachtenverein in Bayern abgelehnt wurde.

Ich selbst bin überzeugtes Mitglied der Linken und habe über die AfD auch meine Meinung, aber darum soll es hier nicht gehen. Denn meine Überzeugung bestimmt nicht die Politik in Deutschland.

Die AfD ist eine zugelassene und legitime Partei, ob das jedem gefällt oder nicht. Wo kommen wir hin, wenn jetzt wieder Menschen wegen ihrer politischen Ansichten diskriminiert und zurück gestellt werden?
Wo werden denn die Grenzen gezogen, wenn wir so anfangen?
Werde ich demnächst als Linker vor den gleichen Anfeindungen stehen, weil ich für etwas anderes als die allgemeine Tagespolitik stehe?

In einer Demokratie müssen wir auch mit der AfD zurecht kommen, egal wie wir ihr und ihren Ansichten gegenüber stehen. Und das mit demokratischen Mitteln.

Ich werde niemanden bitten, sich mit der AfD zu identifizieren, denn das würde ja meiner eigenen Überzeugung widersprechen.
Aber um etwas Vernunft und Zurückhaltung möchte ich dennoch bitten.

Mittwoch, 11. Januar 2017

Rezension: "Lustvolle Ergebung" von Lilly Grünberg

Ich muß gestehen, daß dieser Roman für mich etwas schwierig zu besprechen ist.
Warum?
Für mich darf erotische Literatur etwas deftiger zu lesen sein, gern auch mit Szenen der härteren Gangart. Deswegen gehöre ich wohl weniger zu dem Zielpublikum der Romanreihe "Shadows of Love".
Ungerecht wäre es jedoch, ihn jetzt deswegen negativ zu rezensieren.


Als Mitarbeiterin einer Marketingagentur soll Romy eine Werbestrategie für ein Hotel entwerfen und umsetzen. Doch der Auftraggeber Niklas bringt ihre Gefühlswelt völlig durcheinander.


Ob es wirklich ein reiner Erotikroman ist, darüber kann man gern diskutieren. Ich persönlich würde ihn eher als Liebesroman mit erotischen Szenen bezeichnen. Und als solcher ist er durchaus schön zu lesen.

Lilly Grünberg zeichnet ein sehr einfühlsames Bild ihrer Protagonistin und manche Leserin mag sich gut in sie hinein versetzen.
Auch die Erotikszenen sind gefühlvoll, prickelnd und anregend geschrieben. Angenehm finde ich ihre klaren Beschreibungen der Situationen, ohne peinliche Verniedlichungen oder Metaphern.

Für meinen persönlichen Geschmack dürfte es gern etwas mehr Pfeffer sein, doch wer die leiseren Töne und die sanftere Erotik schätzt, dürfte an diesem Roman seine Freude haben.

Natürlich gibt es auch etwas deftigere Geschichten von Lilly Grünberg, eine Rezi dazu findet man HIER